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Tuesday, February 26, 2013

Stefanie 4




Erzähl uns von einem tollen Erlebnis aus deiner Kindheit.

Ich war als Kind ein richtiger Wildfang. Sie können sich vielleicht vorstellen, dass ich zusammen mit meinen Geschwistern ziemlich viel Unfug getrieben habe. Wir haben auf dem Land gewohnt, und wir hatten daher richtig viel Platz für unseren Schabernack! Als ich etwa 9 Jahre alt war – mein Bruder war mit 7 Jahren zwei Jahre jünger – haben wir im Wald neben unserem Haus einen Bach gehabt, den wir aufgestaut haben. Wir haben einen Damm gebaut, wie wir das von den Biebern gesehen hatten. Wir haben den ganzen Vormittag gebraucht, um die vielen Äste für unseren Naturdamm zu sammeln. Wir waren mit dem Dammbau gerade fertig geworden und hatten eben erst zu spielen begonnen, als uns meine Mutter zum Mittagessen rief. Ich weiß gar nicht mehr, was wir an diesem Tag den Nachmittag über gemacht haben – jedenfalls haben wir unseren Damm vergessen. Der Damm hat gestaut und gestaut und das Wasser ist höher gestiegen. Am nächsten Tag hatte das aufgestaute Wasser den Fahrweg komplett aufgeweicht, denn der Bach lief in einem natürlichen Tunnel unter einem nicht befestigten Forstweg hindurch. Unser Nachbar, dem das Forststück gehörte, hat das am Morgen gesehen. Gott sei Dank war mein Vater Bauingenieur! Ich und meine Geschwister haben wirklich den besten Papa der Welt gehabt. Wir haben in Gott sei Dank immer noch. Er hat nur ein bisschen mit uns geschimpft, dann etwas ungläubig den Kopf geschüttelt und aus vollem Herzen gelacht. Ich kann mich nicht mehr erinnern wie alles genau abgelaufen ist, aber mein Vater hat dann von seiner Baufirma einen Bagger ausgeliehen und eine Betonröhre organisiert. Gemeinsam mit meinem Onkel und unserm Nachbarn hat er dann den Forstweg mit dem kleinen Tunnel für den Bach wieder hergestellt. Wenn ich heute bei meinen Eltern zu Besuch bin und auf dem Weg in die Stadt durch den Wald gehe und auf dem besagten Forstweg über den Bach gehe, muss ich immer lachen und an dieses Kindheitserlebnis denken. Und vor allem daran, was für liebe und verständnisvolle Eltern ich habe. Denn ich glaube, alle anderen Eltern hätten ihre Kinder für so einen Schabernack hart bestraft.

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